Actioncam-Trends 2017 – Von 4K bis hin zu 360°

Die Technikwelt entwickelt sich auch im Jahr 2017 rasant weiter und mit ihr auch die Technik und das Einsatzspektrum von Actionkameras. In diesem Artikel wollen wir einmal die wichtigsten Entwicklungsfelder ansprechen und schauen, was in Sachen Actioncam im Jahr 2017 auf uns zukommt. Neben technischen Neuheiten, wie 360°-Kameras und der 4K-Aufrüstung vieler Hersteller geht es auch um interessante Zubehör-Artikel, die das Filmen erleichtern. Abschließend werfen wir noch einen Blick auf das aktuelle Portfolio des Branchenprimus GoPro und dessen zukünftigen Plänen.

4K-Auflösung – gestochene Schärfe nun auch für den kleinen Geldbeutel

Während gestochen, scharfe Aufnahmen mit 4K-Auflösung in der Vergangenheit nur den Top-Modellen im Actioncam-Segment vorbehalten waren, zeichnete sich Ende 2016 schon ab, was sich nun im Jahr 2017 weiter bewahrheitet. Auch viele Hersteller von Einsteiger-Modellen setzen vermehrt auf den 4K-Modus. In der Folge kommt nun auch der breite Markt in den Genuss dieser Auflösung.

Zu Beginn des Vormarschs der 4K-Technologie trauten sich nur wenige günstige Hersteller an das Thema heran. Die, die es taten, lieferten in ihren Actioncams aber nur geringe Bildraten von unter 20 Bildern pro Sekunde. Dieser Umstand hat sich nun geändert. Nun ist es möglich 4K-Actionkameras mit 30 Bildern pro Sekunde und mehr zu bekommen, ohne gleich ein Topmodell von GoPro oder Sony erwerben zu müssen.

Positiver Nebeneffekt – Auch die Bildraten des Full-HD-Modus steigen auf 60 und mehr Bilder pro Sekunde. Damit gehören ruckelige Aufnahmen der Vergangenheit an.

Nichtsdestotrotz nützt die höchste Auflösung nichts, wenn das Wiedergabegerät, in den meisten Fällen der PC-Bildschirm oder TV, keine 4K-Auflösung unterstützt. Aber auch hier zieht der Markt nach.

360°-Kameras – Adventure aus allen Blickwinkeln

Ein neues Format erobert den Actionkamera-Markt. 360-Grad-Kameras, auch omnidirektionale Kameras oder VR-Kameras genannt, gibt es nun in 2017 auch zu erschwinglichen Preisen und mit unerwartet ausgereiften Aufnahme-Ergebnissen.

Der Begriff Omnivision bezeichnet die Fähigkeit die ganze Sphäre in horizontaler, wie vertikaler Richtung abzubilden und genau das tun die neuen 360°-Actioncams. Ausgerüstet mit meist zwei hochauflösenden Kameralinsen, welche jeweils einen Bildwinkel von 220° abdecken können, lassen sich atemberaubende Aufnahmen in 360°-Manier machen. Nicht nur umwerfende Bilder sind so möglich, sondern auch ganz neue Anwendungen für Videoaufnahmen tun sich so auf.

Schon heute unterstützen Online-Videoportale, wie YouTube und Co., diese Aufnahmen durch das Steuern des Blickwinkels auf dem Smartphone (mit den Fingern) oder PC (Navigationspfeile). So kann nun selbst entschieden werden, was man sehen will.

Möglich wird das 360°-Bild im Übrigen durch softwareseitiges „Stitchen“ der Aufnahmen beider 220°-Linsen. Bekannt ist dieses Verfahren durch das Zusammenfügen mehrere Bilder zu Panorama-Aufnahmen bei früheren Digitalkamera-Modellen. Die Software hat nun große Sprünge gemacht und arbeitet weitestgehend zuverlässig bei den neuen 360°-Actionkameras. Verschiedene Ansichtsmodi, angefangen bei Fisheye über Panorama und Planet-Ansichten bis zu Hemisphäre und Dual View versprechen zusätzlichen Spaß.

Gimbal & Steadycam – Action Cam Zubehör für noch bessere Aufnahmen

Wer seine Aufnahmen noch einen Tick professioneller gestalten will, kann in 2017 auf spezielle Gimbal- und Steadycam-Formate für Actioncams zurückgreifen. Damit gelingen schwebende Aufnahmen auch in unwegsamem Gelände.

Während beide Zubehörteile demselben Zweck dienen, erreicht der Gimbal dies durch den Ausgleich von Bewegungen und Schwankungen durch Motoren auf allen drei Achsen (Raw-, Roll- und Pitch-Achse). Diese Gimbal-Motoren erhalten Daten zur horizontalen, wie vertikalen Position von einem oder mehreren inertialen Messeinheiten (IMU-Sensoren). Durch Motoren und Technik steigt der Preis für einen Gimbal allerdings in den dreistelligen Bereich. Trotzdem werden Actioncam-Gimbals gerne im Zusammenspiel mit Drohnen eingesetzt. Aber auch sogenannte „Handheld Gimbals“ kommen immer mehr in Mode.

Steadycams kommen ohne Motoren aus und bauen auf den mechanischen Grundprinzipien der Statik auf. Die Ausrichtung und Beibehaltung der Position erfolgt über die Verwendung eines Hebelarms zusammen mit Gewichten und einem Kardangelenk am Griff. Neben etwas Fingerspitzengefühl bei der Ausrichtung erfordert dieses Zubehör auch ein wenig Übung in der Anwendung. Dafür bekommt man Steadycams für Actionkameras auch deutlich günstiger als Gimbals.

GoPro – Was dürfen wir 2017 erwarten?

Ende 2016 durften sich GoPro-Fans zuletzt über eine neue Version Der GoPro Hero Reihe freuen – Die GoPro Hero 5. Neben diesem Modell veröffentliche GoPro auch einen neuen Vertreter der kleinen und kompakten Session-Reihe. Technische Verbesserungen wurden eingearbeitet und GPS, Touchdisplay und Sprachsteuerung sind nun verfügbar.

Im Jahr 2017 veröffentliche GoPro bisher nur die Actioncam-Drohne Karma, welche ein Hero 5 Black Modell sowie den Gimbal Karma Grip enthält.

War das schon alles für 2017? Nein, denn es gibt begründete Vermutungen, dass noch in diesem Jahr die GoPro Hero 6 veröffentlicht werden soll. Falls es dazu konkretere Angaben gibt, werden wir dies ergänzen.