Lexikon

Übersicht:

 

Belichtungszeit
Die Belichtungszeit regelt im Wesentlichen die zeitliche Dauer, in der das Licht auf den Bildsensor fällt. Die zeitliche Maßeinheit ist dabei die Sekunde. Um bestmögliche Aufnahmen zu generieren, sollte die Belichtungszeit an das Motiv angepasst werden. Dabei spielt die Bewegung eine entscheidende Rolle. Hohe Belichtungszeiten führen bei sich schnell bewegenden Objekten zu einer verwischten, nicht scharfen Aufnahme. Grob kann sich daran orientiert werden, dass die Belichtungszeit mindestens dem Kehrwert der Brennweite entsprechen sollte. Besondere künstlerische Effekte, wie z.B. die fließende Darstellung von Wasser kann mit hohen Belichtungszeiten erreicht werden.

Bildfrequenz
Siehe bitte FPS (Frames Per Second)

Blende
Die Blende regelt die Menge an einfallendem Licht auf den Bildsensor. Außerdem ist sie für Effekte der Tiefenschärfe mitverantwortlich. Die Lichtstärke bestimmt sich über die Öffnung der Blende. Gängige Lamellenblenden lassen sich so in einander verschränken, dass die lichtdurchlässige Öffnung variiert werden kann. Eine beispielhafte Darstellung verschiedener Blendenöffnungen ist hier zu sehen:

FPS (Frames Per Second)
Die Abkürzung fps steht für die englischen Worte frames per second (dt. Bilder pro Sekunde). Der Begriff wird im Foto-, Film- und Computerbereich verwendet und steht für die Bildfrequenz. Die Bildfrequenz wird über die Anzahl der Einzelbilder durch die Aufnahmezeit definiert.
Da das menschliche Auge ab etwa 17 Bildern pro Sekunde eine Bewegung erkennt, die mit steigender Bildrate immer flüssiger wirkt, müssen Kameras oberhalb dieses Wertes arbeiten um die vorhanden Einzelbilder als Film darzustellen. Im Kinobereich wird deshalb in den meisten Fällen mit 24 fps und beim Fernsehen sogar mit 30fps gearbeitet. Höhere Werte machen nur bedingt Sinn, da das Auge ab bestimmten Werten keinen Unterschied mehr ausmachen kann.
Eng mit dem Begriff fps verbunden ist die physikalische Einheit der Frequenz „Hertz“. Auf Abspielmedien wie TV und Monitor gibt sie die Bildaktualisierungsrate an.

Gimbal
Wer im Wörterbuch den Begriff Gimbal nachschlägt, erhält die Übersetzung Kardan bzw. kardanisch. Damit ist der Bezug zu kardanischen Lagern und Kardangelenken schnell hergestellt. Dabei sind zwei Lager in einem rechten Winkel zueinander gelagert. Der daraus entstehende Effekt wird oftmals bei Griffsystemen für die Kamera verwendet, indem Bewegungen in begrenztem Maße aufgenommen, jedoch nicht an das zweite Lager weitergegeben werden. Das sorgt für eine Stabilisierung der Aufnahme und finde auch bei der Steadycam Verwendung.

HDR (High Dynamic Range)
HDR bezeichnet die Art von Fotografie, bei der mit einem sehr großen Helligkeitsintervall gearbeitet wird. So entstehen extrem kontrastreiche Aufnahmen, die später in der Nachbearbeitung einen größeren Spielraum für Veränderungen lassen. Gängige Kamerasysteme können HDR-Aufnahmen meist nur durch das Zusammenführen mehrerer Aufnahmen mit unterschiedlichen Helligkeitseinstellungen abbilden. Auch in der Nachbearbeitung können in gewissen Grenzen HDR-Aufnahmen erstellt werden. Limitierend ist dabei natürlich die Qualität des Eingangsbildes.

ISO
Der Fachbegriff für die jeweilige Einstellung der Lichtempfindlichkeit wird mit dem ISO-Wert angegeben. Die Lichtempfindlichkeit digitaler Kameras lässt sich heutzutage gezielt für jedes Bild über den Bildwandler steuern. So können schöne Fotos, angepasst an die Umwelt und vor allem Lichtverhältnisse, entstehen, egal ob ein Motiv draußen oder in der Wohnung gewählt wird. Zu beachten ist dabei allerdings der Rauscheffekt, welcher je nach Steigerung der ISO-Einstellung durch die Verstärkung von Bildfehlern entsteht.

Pixel
Pixel ist die Bezeichnung für den Bildpunkt. Eine Aufnahme besteht in der Regel aus vielen Millionen dieser Pixel. Dabei speichern die Pixel die Farbinformationen des jeweiligen Bildpunktes. Nun könnte daraus natürlich geschlossen werden, dass eine höhere Anzahl an Pixel, die ein Kamerasystem zur Verfügung hat, immer dem geringeren Wert vorzuziehen ist. In solchen Fällen können aber auch Kameras mit weniger Pixeln, qualitativ höhere Bilder produzieren. Das hat mit dem Zustand der Verarbeitung im Bildprozessor und der Datenübermittlung zu tun. Werden z.B. nicht alle Informationen an den Prozessor weitergeleitet, kann in der Folge natürlich nicht mehr verarbeitet werden. Außerdem kann durch die verwendeten Prozessoralgorithmen ein Verlust entstehen.

Steadycam
Steadycams sind Zubehörartikel, welche an der Kamera befestigt werden um eine Stabiliserung der Aufnahmen zu gewährleisten. Denn durch Bewegung übertragen sich die Erschütterungen der Schritte auf die Kamera. Das führt zu Verwackelungen und Rücklern in der Aufnahme. Durch die Aufnahme der Schwingungen und Schwerpunktverlagerung kann eine ruhigere Aufnahme entstehen. Dies funktioniert über Federn und Lagersysteme z.B. am Griff.